Es dauerte nur wenige Minuten, dann waren die Stationen bereits von Schülerinnen und Schülern umringt: Am 11. Juni sind an der Kaufmännischen Schule Stuttgart-Nord die Verkehrssicherheitswochen eröffnet worden. Rund 1500 Schülerinnen und Schüler sind dabei. Der ADAC Württemberg, das Polizeipräsidium Stuttgart sowie die Verkehrswacht Stuttgart präsentieren bis zum 22. Juni ein breit gefächertes Programm.

So zeigt der Club die Ausstellung „Schatten – ich wollte doch leben!“. Sechs lebensgroße Figuren stehen für junge Menschen, die ihr Leben im Straßenverkehr verloren haben. Hauptunfallursachen waren dabei überhöhte Geschwindigkeit, gefolgt von unzureichendem Abstand, Missachtung der Vorfahrt sowie Fahren ohne Sicherheitsgurt. „Gerade jüngere Fahrerinnen und Fahrer lassen sich zudem am Steuer leichter ablenken, zum Beispiel durch das Bedienen des Smartphones“, betonte Carl-Eugen Metz, Vorstandsmitglied für Verkehr und Umwelt beim ADAC Württemberg, bei der Eröffnung.

Das Polizeipräsidium Stuttgart informiert in Vorträgen unter anderem über die Gefahren von Alkohol- und Drogenkonsum im Straßenverkehr sowie das Thema Ablenkung. „Nach wie vor ist die Gruppe der jungen Fahrer überproportional an schweren Unfällen beteiligt“, erläuterte  Hermann Volkert, Leiter der Verkehrsprävention beim Polizeipräsidium Stuttgart. Die Verkehrswacht Stuttgart geht mit einem Rauschbrillenparcours, Seh- und Reaktionstest sowie einem Motorradsimulator auf das Thema Sicherheit im Straßenverkehr ein. Die Daimler AG beteiligt sich mit einem Überschlagsimulator an der Aktion.

Bereits am ersten Tag war der Gurtschlitten des ADAC Württemberg stark frequentiert. Den Teilnehmern wird bei einer vermeintlich geringen Geschwindigkeit von 11 km/h Kräfte auf den Körper wirken, die nur durch den Gurt wirkungsvoll aufgehalten werden können. Bei einer Aufprallgeschwindigkeit von nur 15 km/h müsste der Fahrer bereits stark genug sein, um eine halbe Tonne stemmen zu können. Die Schulleiter Rainer Denz (Kaufmännische Schule Nord) und Rainer Klaus (Werner-Siemens-Schule) dankten für die Initiative von Polizei, ADAC und Verkehrswacht.