Das gab’s noch nie beim ADAC Supercross Stuttgart: Die französischen Piloten feierten in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle einen Dreifachtriumph in der Topklasse SX1. Überragender Fahrer an beiden Tagen war Cedric Soubeyras. Der Pilot aus dem kleinen Ort Venasque in Südfrankreich gewann alles, was es an diesen beiden Tagen zu gewinnen gab. Sowohl am Freitag und Samstag triumphierte der Suzuki-Pilot in den Finalläufen, zudem setzte sich der Fahrer aus dem Sturm Racing Team auch an beiden Abenden in den erstmals ausgetragenen Bar2Bar-Rennen durch – dabei duellieren sich jeweils zwei Toppiloten auf einer Kurzstrecke von 450 Metern.

 

Soubeyras beim Sieger-Interview mit Hallensprecher Thomas Deitenbach (Foto: uliphoto.de)

Der neue König von Stuttgart zeigte sich überglücklich. „Ich habe nach meinem Sieg am ersten Tag den Druck gespürt, aber ich bin sehr stolz, dass ich diesem Druck standgehalten habe“, sagte Soubeyras, zumal die Rennen „sehr hart waren“. Nie zuvor dominierten die französischen Piloten das Stuttgarter Supercross wie 2017 – die topgewetteten US-Boys blieben in der SX1-Gesamtwertung sogar ohne Podiumsplatz. Zweiter wurde Thomas Ramette vor Fabien Izoird. Für Tyler Bowers blieb als bester Starter aus den USA Platz vier. Nicht ganz zufrieden mit dem Verlauf der beiden Renntage war auch Dominique Thury. Der Fahrer aus dem Erzgebirge belegte im Gesamtklassement Platz sieben. „Das Resultat ist nicht das, was ich mir erhofft hatte“, betonte er, „allerdings war das Fahrerfeld so stark wie nie zuvor“.

 

Der neue Prinz kommt aus Großbritannien

Dylan Walsh ist der neue „Prinz von Stuttgart“. Der Husquarna-Fahrer siegte vor dem Franzosen Julien Lebeau und dessen Landsmann Thomas Do (gewann den Finallauf am Freitag). Nico Koch (Braunschweig) wurde bestplatzierter Deutscher auf Gesamtrang acht, Marco Fleissig (Dietenheim) wurde Dreizehnter.

 

Biberacher Paul Bloy setzt sich in der SX3 durch

Um 22.10 Uhr streckte am Samstagabend Paul Bloy freudestrahlend den Siegerpokal in die Luft. Zum Feiern hatte er allen Grund. Der Biberacher gewann nicht nur die SX3-Tageswertung, sondern war auch dank eines dritten Platzes tags zuvor sogar in der Gesamtwertung vorn. „Echt cool“, war dies für den 14-Jährigen aus Oberschwaben, „ich habe speziell das Rennen am Samstag einfach nur genossen.“ Hauchdünn geschlagen geben musste sich in der Gesamtwertung Constantin Piller (Eichendorf). Der Bonner Carl Ostermann wurde Gesamtdritter.

 

In der SX4 triumphiert ein Talent aus dem Allgäu

Am Samstagabend stand in der Schleyer-Halle das Rennen in der SX4 (Alter der Fahrer neun bis zwölf Jahre) auf dem Programm. Von Beginn an setzte sich David Jost vom AMC Kempten an die Spitze. Der Nachwuchspilot aus Vorderhindelang diktierte den weiteren Rennverlauf und gewann souverän. Im Laufe der acht Rundem kam Aaron Kowatsch (MCC Frankenbach) immer besser in Schwung. Der Schwaigerner sicherte sich schließlich Platz zwei vor Alexander Hail vom 1. RMC Reutlingen. Der Bad Uracher rettete den Podiumsplatz knapp vor Paul Bichler (Oberammergau) ins Ziel.

 

Fränkischer Triumph in der Klasse der Jüngsten

Am Freitagabend strahlte Maximilian Weber aus Heilsbronn (Landkreis Ansbach) um die Wette. In der SX5 (Sieben- bis Zehnjährige) zeigte der junge Pilot eine starke Vorstellung, setzte sich mit deutlichem Abstand vor Max Meyer (Allersberg) durch. Sonderapplaus kassierte Elena Turi (MSC Gerstetten), die mit Platz drei überraschte. Sie ließ einige Jungs hinter sich.

Alle Ergebnisse des 35. ADAC Supercross Stuttgart gibt es unter www.supercross-stuttgart.de