Sie sind von Europas größter Oldtimermesse kaum noch wegzudenken: Bereits zum achten Mal haben die Mitglieder des ADAC Ortsclubs AMSC Leonberg eine große Motorrad-Sonderschau bei den RETRO CLASSICS Stuttgart auf die Beine gestellt. Wie vielfältig die Leonberger dabei auf dem Stuttgarter Messegelände agieren, zeigen die wechselnden Themen. Nach Motorrädern aus Baden-Württemberg, BMW, NSU, Hoffmann & Küchen, Standard & UT, Hans A. Muth & Maico, sowie Laverda war das diesjährige Thema „englische Oldtimer“. Sage und schreibe 60 ausgewählte Sahnestücke organisierte der AMSC. Pünktlich wurden diese auf der Messe angeliefert, unmittelbar nach Messe-Ende auch wohlbehalten wieder bei ihren Besitzern abgegeben.

Auf dem Stand des AMSC Leonberg strahlt das Chrom britischer Motorradmarken (Foto: AMSC Leonberg e.V. im ADAC)

 

Eine Startaufstellung mit mehreren Rennmaschinen und Zuschauerkulisse wurde aufgebaut, vier Tritons funkelten um die Wette im Sonnenlicht und eine ganze Armada von Bonnies parkte am Rand des Standes. Eine Vincent Rapide von 1949, eine Rudge Special von 1939, eine Scott wassergekühlte Zweitakter von 1930, sowie eine 500er Velocette von 1946 glänzten. Ein Dragster zog viele Augen magisch an, wobei sich einige am Samstag und Sonntag um 15.20 Uhr die Ohren zuhielten, als der Besitzer mit einem beherzten Kick das durch ein Kompressor aufgeladene 750er Triumph-Triebwerk zum Leben erweckte und warmlaufen ließ. Einigen Gas-Stöße sorgte dafür, dass einige Besucher erschreckt wurden, die sich hinter dem Dragster aufhielten. Ein Stern von Norton Commandos sowie ein weiterer mit BSA- Maschinen eröffnete den Stand auf der Mittelspange der Messe, die Tritons, Royal Enfields sowie Triumph-Trialmaschinen schlossen ihn am anderen Ende ab.

Dazwischen gab es dann auch noch weitere Mopeds mit englischem Spenderherz: Edis Tornax, Kais Italjet, zwei Panther und Hermanns AJS. Zwischen den Mopeds gab es diverse Sitzgelegenheiten. Eine Videoecke mit einem historischen Film von der Solitude-Rennstrecke 1964 und aktuelle Filme von Oldtimerrennen rundeten das Programm ab. Standmoderator Norbert Bittes interviewte immer wieder Gäste und AMSC-Vorstandsmitglieder, um in der ganzen Halle 8 auf den AMSC-Stand aufmerksam zu machen. Er brachte es sogar mehrmals fertig, zusammen mit Michael Braun auf dem Messestand ein Trockentraining „mit dem Renngespann über den Sachsenring“ zu absolvieren.

Nostalgische Rennatomosphäre: Norbert Bittes und Michael Braun simulieren Renngeschehen auf dem Sachsenrennen (Foto: AMSC Leonberg)

 

Am Sonntag gab es sogar eine Siegerehrung auf dem AMSC-Stand: Die Küchendamen Gudrun, Petra und Kerstin erhielten jeweils einen Pokal für die hervorragende Gastronomie auf dem Messestand. Sie hatten es geschafft, alle Helfer satt zu bekommen und dafür zu sorgen, dass keiner dursten musste. Am Sonntagmittag schauten zudem die „Hohenlohe Highlander Drums and Pipes“ vorbei, beschallten den Stand mit Dudelsackmusik. Zum Abschluss gab es dann einen Pokal für den schönsten Motorradstand. Einziger Wermutstropfen waren wie jedes Jahr die horrenden Parkplatzgebühren und das Chaos beim Einfahren zum Abbau mit den damit einhergehenden Sicherheitsaspekten. Trotz Messestress: Das AMSC-Team freut sich bereits jetzt auf die nächste RETRO CLASSICS vom 22. bis 25. März 2018 in der nagelneuen Halle 10 auf einem noch größeren Stand. Thema dann: Die grün-weiß-rote Armada von Motorrad-Schönheiten aus Bella Italia.

Einen kleinen Vorgeschmack wird es beim Glemseck 101 (1. bis 3. September) geben, wenn am Sonntagnachmittag Ländervergleich-Sprints „Italiener“ gegen „Engländer“ austragen werden.

Mehr Infos zum AMSC Leonberg e.V. im ADAC: www.amsc-leonberg.de