Der ADAC Württemberg geht mit der Zeit und passt auch intern Strukturen an, falls es nötig ist. So hat er die Abteilung „Verkehr und Technik“ aufgesplittet, die Kompetenzen sind von nun an in zwei neu geschaffenen Einheiten gebündelt: „Verkehr und Umwelt“ sowie „Mobilität und Technik“. Die (Ver-)Wandlung unserer mobilen Gesellschaft macht diesen Schritt nötig, schließlich wächst das Aufgabenfeld durch aktuelle Themen wie Elektromobilität, autonomes Fahren und Fahrverbote ständig. Christian Schäfer leitet die Abteilung „Mobilität und Technik“. Er ist neu beim ADAC Württemberg und erklärt im Folgenden seine Motivation.

Welche Bedeutung hat Mobilität für Sie?
Christian Schäfer:
Ich war zuvor beim ADAC Hansa in Hamburg, bin erst seit Januar in Stuttgart. Ich bin sehr viel zu Fuß unterwegs, um die Stadt kennenzulernen. Für längere Wege nutze ich Carsharing-Autos. Auch Fahrräder und Pedelecs habe ich mir schon ausgeliehen. Und wenn das Wetter mal passt, hole ich mir eine Vespa, die es ebenfalls in Stuttgart als Sharing-Angebot gibt. Heutzutage hat jeder die Möglichkeit, sich das für ihn gerade im Moment passende Fortbewegungsmittel rauszusuchen. Mobilität bedeutet für mich ökologisch sowie ökonomisch am effektivsten unterwegs zu sein. Gerade Stuttgart bietet hierzu viele verschiedene Bausteine, die es sinnvoll zu kombinieren gilt.

Wofür steht der ADAC in Ihren Augen?
Schäfer:
Der ADAC ist der verlässliche Partner rund um Mobilität und Reise – vom Krankenrücktransport bis hin zur Technik mit umfangreicher Beratung. In meiner Abteilung beschäftigen wir uns mit Fragen der Mitglieder von A wie Autokauf bis Z wie Zentralverriegelung. Die Beratung erfolgt am Telefon, per Mail oder im persönlichen Gespräch. Wir schauen uns die Fahrzeuge im Prüfzentrum auch an, etwa wenn es um mögliche Mängel nach dem Werkstattbesuch geht. Wir unterstützen auch bei Kauf und Verkauf im Rahmen eines Gebrauchtwagen-Geschäfts. Das ist total spannend für uns: Jeden Tag erreichen uns neue Fragestellungen, bei denen wir selbst erst recherchieren müssen und uns so ständig fortentwickeln.

Was bedeutet die Arbeit beim ADAC für Sie persönlich?
Schäfer:
Ich bin jemand, der Menschen gerne hilft, sie informiert und aufklärt. Da bietet der ADAC beste Voraussetzungen. Und es motiviert mich ungemein, wenn ein Mitglied am Ende sagt: „Wenn mir die in der Werkstatt das so erklärt hätten wie Sie, dann hätte ich gar nicht erst Rat suchen müssen.“

In Ihrer Abteilung geht es häufig um Themen, die stark in die Zukunft gerichtet sind, zum Beispiel das autonome Fahren. Wohin geht die Fahrt?
Schäfer:
Per Definition gibt es fünf Stufen. Level 0 ist das klassische Auto ohne Hilfsmittel. Level 5 steht für das absolut autonome Fahrzeug ohne Lenkrad und Pedal, wir sind nur noch Passagier, können während der Fahrt schlafen oder fernsehen. Aktuell sind wir bei Stufe 2 angelangt. Einige wenige Oberklasse-Fahrzeuge erreichen jetzt gerade Level 3, das heißt, sie können bestimmte Situationen alleine meistern, der Fahrer hat die Hände nicht immer am Lenkrad. Aber mit der finalen Stufe würde ich nicht vor 2030 rechnen. Es sind noch ganz viele rechtliche, technische, ethische, nutzerspezifische und infrastrukturelle Fragen zu klären.