Driften ist – so der deutsche Rallyefahrer Walter Röhrl – die Kunst, ein Fahrzeug im instabilen Zustand stabil zu halten. Bei einer Fahrt mit Denise Ritzmann über die Müllenbachschleife am Nürburgring kann man diese Kunst live miterleben. Es gibt keine Instrumententafel, geschweige denn einen Tacho. Mit geschätzten 150 km/h geht es in die erste Linkskurve. Vollgas, schalten, einlenken, Handbremse. Das Heck schlägt nach rechts aus und jeder gewöhnliche Autofahrer würde nun sicher nach einigen unkontrollierten Drehungen im Kiesbett landen. Denise Ritzmann dagegen vollführt eine schnelle und präzise Abfolge geübter Handgriffe. Gegenlenken, Gas geben, umlenken. Das Heck schwenkt nach links, in die direkt folgende Rechtskurve des Michael-Schumacher-S. Die Schwerkraft und der 6-Punkt-Sicherheitsgurt drücken uns fest in die harten Rennsitze. Das Cockpit füllt sich mit Asphalt- und Reifen-Grobstaub. Bevor man als Passagier so richtig verstanden hat, was gerade passiert, ist die Taxifahrt nach zwei weiteren rasanten Kurven schon vorbei.

Für die Titelgeschichte unseres Printmagazins „DeinsMeinsUnsers“ haben wir Denise Ritzmann einen Tag auf der Rennstrecke am Nürburgring begleitet. Die 29-jährige ist erfolgreiche Drift-Fahrerin und amtierende „Drift Queen of Europe“. Im aktuellen Magazin erzählt sie, wie sie zu diesem außergewöhnlichen Hobby gekommen ist und worin ihr Erfolgsgeheimnis liegt. Es ist kostenfrei in allen ADAC Geschäftsstellen & Reisebüros in Württemberg erhältlich.