Fast jeder verbindet die Faschingszeit ganz klar mit Kostümen und geselligem Umtrunk. Doch trotz der langjährigen Tradition, gilt auch hier: Ohne Alkohol ans Steuer! Gerade während der tollen Tage kontrolliert die Polizei verstärkt. ADAC Verkehrsexperte, Carsten Bamberg, legt den Autofahrern über die Faschingszeit folgendes ans Herz: „Wenn man mit einer Gruppe unterwegs ist, sollte vorher geklärt werden, wer fährt. Außerdem ist für eine sichere Fahrt festes Schuhwerk und Bewegungsfreiheit – z.B.  bei einem Schulterblick – maßgeblich“. Im Falle eines Unfalls müssen alkoholisierte Fahrer mit 0,3 Promille Blutalkohol bereits mit einem Vermerk von drei Punkten im Fahreignungsregister sowie einem Führerscheinentzug rechnen. Ab 0,5 Promille drohen ein Bußgeld von 500 Euro, zwei Punkte in Flensburg und ein Fahrverbot von einem Monat. Für Fahrer unter 21 und Fahranfänger gilt die Promillegrenze von 0,0.  Als absolut fahruntüchtige gelten Autofahrer mit 1,1 Promille und Radfahrer mit 1,6 Promille. Was viele nicht wissen: im schlimmsten Fall können sogar Radfahrer den Führerschein verlieren. Auch der Morgen danach sollte mit Vorsicht genossen werden – die Geschwindigkeit des Alkoholabbaus beträgt nur ca. 0,1 Promille pro Stunde. Wer also nicht auf Alkohol verzichtet, sollte das Auto zur Sicherheit auch noch am nächsten Morgen stehen lassen. Laut ADAC ist  Restalkohol der meist unterschätzte Grund, den Führerschein während der Umzugs-Zeit zu verlieren.

Neben Ordnungswidrigkeiten aufgrund des Alkoholkonsums kann auch die Verkleidung an Fasching dem Autofahrer das eine oder andere Ärgernis einbringen. Mit einer Maske oder unpraktischen Ganzköperkostümen, die das Gehör, die Sicht oder die Bewegungsfreiheit einschränken, darf man sich nicht hinter das Steuer setzen. Wer sich nicht an diese Vorschrift hält, ist mit zehn Euro Bußgeld dabei. Kommt es wegen der übermäßigen Kostümierung hinter dem Steuer sogar zu einem Unfall, kann die Vollkaskoversicherung die Übernahme des Schadens ablehnen oder im Haftpflichtfall die Ansprüche kürzen. In etlichen Städten und Ortschaften sind während der Karnevalsumzüge stundenlang Straßen ohnehin gesperrt – ein Argument mehr, das Auto stehen zu lassen und auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen.

Besondere Vorsicht empfohlen wird außerdem den Autobesitzern in den Karnevalshochburgen wie Mainz, Düsseldorf oder Köln. Diese sollten speziell am Rosenmontag ihr Fahrzeug in Sicherheit bringen. Wer dies versäumt und nach einem Karnevalsumzug seinen Wagen mit Kratzern oder anderen Vandalismus-Schäden vorfindet, kann auf den Reparaturkosten sitzen bleiben, da der Täter meist nicht ausfindig gemacht werden kann.