Schlimm genug für Autofahrer, wenn es draußen überall schmuddelig, kalt und nass ist. „Wenn sich Feuchtigkeit aber auch noch im Innenraum des Wagens breit macht, erhöht sich das Unfallrisiko deutlich“, warnt Christian Schäfer, der die Abteilung „Mobilität und Technik“ beim ADAC Württemberg leitet. „Beschlagene Scheiben bedeuten schlechte Sicht und Ablenkung.“ Immer wieder sieht man Verkehrsteilnehmer, die ihre Scheiben verzweifelt mit Schwamm und Tuch beackern. Dabei ist ein Auto von Haus aus kein Feuchtbiotop. Die Sache hat unter anderem physikalische Gründe: Kalte Luft speichert weniger Feuchtigkeit als warme. Die Nässe, die wir über die Kleidung ins Auto einschleppen, kondensiert vor allem über Nacht an den kalten Scheiben.

Jetzt wissen wir, wie die Nässe reinkommt. Aber wie wird man sie wieder los?

Wenn feucht-warme Luft auf kaltes Glas trifft, „schwitzen“ die Scheiben.
(Foto: ©drimafilm – fotolia.de)

Die zehn wichtigsten Tipps:

1. Beschlagene Scheiben: Gebläse in der höchsten Stufe voll auf die Windschutzscheibe und gleichzeitig alle Lüftungsdüsen in der Mittelkonsole verschließen.

2. Gummimatte: Das Wasser sickert nicht in den Teppich, kann rausgeschüttet werden.

3. Innenraumfilter: Wenn er verstopft verbleibt zu viel Feuchtigkeit im Wagen. Also: Etwa alle 15000 Kilometer austauschen lassen.

4. Ab etwa zehn Euro erhält man Trockenkissen, die Feuchtigkeit im Wageninneren aufsaugen. Alternative: Katzenstreu in eine alte Socke packen und im Auto platzieren.
Die Sache funktioniert auch mit Reis, Kaffeepulver oder Salz. Alle Stoffe binden Feuchtigkeit.

5. Laub aus dem Motorraum entfernen. Es kann die Abläufe der Windschutzscheibe verstopfen.

6. Dichtungen an Türen und Fenstern mit einem speziellen Pflegestift (ab etwa vier Euro) pflegen, bevor sie porös werden.

7. Heizung stark aufdrehen und Klimaanlage anschalten, um die Feuchtigkeit nach draußen zu leiten. Funktioniert aber nur bei einer Außentemperatur von minimal vier Grad.

8. Unten an den Türen befinden sich in der Regel Wasserabläufe, die verstopfen können. Abhilfe: Mit festem Draht freistochern, damit das Wasser wieder abläuft.

9. Meist seitlich im Kofferraum befinden sich sogenannte Zwangslüftungen. Sind diese mit Gegenständen blockiert, behindert das die Entlüftung des Fahrgastraumes.

10. Keine feuchten Gegenstände, wie Kleidung, Schuhe, Regenschirm oder Frostschutzfolien im Fahrzeug liegen lassen.