Nach gut fünf Monaten Feldzeit und 50.000 zurückgelegten Kilometern legte der ADAC Württemberg auf einer Pressekonferenz die Ergebnisse eines Alltags-Belastungstests für nachgerüstete Dieselfahrzeuge vor. Das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg hatte den Test unterstützt.

Das Ergebnis des ADAC Alltagstests: Die SCR-Katalysatoren zur Abgasreinigung arbeiteten auch nach 50.000 Kilometern zuverlässig. Die Minderungsraten der NOx-Emissionen lagen auf einem ähnlichem Niveau wie zu Beginn des Projekts im vergangenen Jahr. Der Test zeigte, dass eine Reduktion des Stickstoffausstoßes um bis zu 80 Prozent möglich ist.

Die getesteten Prototypen hatten jedoch zum Teil Probleme, im Herbst und Winter bei niedrigen Temperaturen die sehr ambitionierten Grenzwerte der Nachrüst-Richtlinie einzuhalten. Grund dafür waren vor allem die ansteigenden Serienemissionen aller Testfahrzeuge.

Zudem deckte der Alltagstest einige konstruktive Schwächen der Prototypen auf: Mechanische Defekte, temporäre Systemausfälle und eine zeitweilig überlastete Stromversorgung erfordern auf dem Weg zur Serienreife noch weitere Entwicklungsarbeit der Nachrüstunternehmen.

Dieter Roßkopf: "Wer nachrüstet, tut der Umwelt etwas Gutes und kann Fahrverbote vermeiden."

Dieter Roßkopf: „Wer nachrüstet, tut der Umwelt etwas Gutes und kann Fahrverbote vermeiden.“

„Wir fühlen uns in der Gesamtbetrachtung bestätigt: Wer sein Diesel-Fahrzeug nachrüstet, tut der Umwelt etwas Gutes und kann Fahrverbote vermeiden“, sagte Dieter Roßkopf, Vorstandsvorsitzender des ADAC Württemberg, auf der Pressekonferenz am Stuttgarter Neckartor.

Einige der beteiligten Nachrüstunternehmen haben ihre Systeme in der Zwischenzeit zur Vorserienreife weiterentwickelt. Sie zeigen sich optimistisch, mit ihren verbesserten Nachrüstsätzen auch die sehr strengen Grenzwerte der Nachrüstrichtlinie einhalten zu können.

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