ADAC Junior Cup Motorrad-Talent: Aaron Schäfer (Foto: ADAC Motorsport)

Junges Motorrad-Talent: Aaron Schäfer
(Foto: ADAC Motorsport)

 

Wer:
Aaron Schäfer, 15 Jahre alt, MSC „Eiserne Hand“ Aichwald e.V. im ADAC

Status:
Schüler (Realschule), Motorrad (Rundstrecke), 2. Saison ADAC Junior Cup, 1. Rennen: Rang 1

Ziel:
weitere Podestplätze

Saison-Höhepunkt:
Sachsenring (30. Juni – 2. Juli)

 

 

Sachenring ist sein Ding
Die Frage nach seiner Lieblingsstrecke beantwortet Motorrad-Talent Aaron Schäfer wie aus der Pistole geschossen: „Sachsenring.“ Dabei hat er an das Rennen im vergangenen Jahr, seiner ersten Saison im ADAC Junior Cup, gar keine so gute Erinnerungen. Er kam zwar auf Platz neun, was sehr passabel für einen Neuling ist. Aber er war mit gebrochenem Arm am Start. „Das ging nur mit viel Tape und Zähne zusammenbeißen.“ Die Strecke ist aufgrund der bergigen Passagen und der Vielzahl an Zweikämpfen, die zwangsläufig aufkommen, sehr anspruchsvoll. Und das liegt dem 15-Jährigen vom MSC „Eiserne Hand“ Aichwald. Was beim Sachsenring hinzukommt: „Es ist das einzige Rennen in Deutschland, bei dem wir im Rahmen des MotoGP antreten dürfen.“ Das ist die Königsklasse des Motorrad-Rennsports, in der Stars wie Valentino Rossi oder Dani Pedrosa um Siege kämpfen. Hin und wieder schafft ein Fahrer aus dem ADAC Junior Cup den Sprung dorthin, zum Beispiel Jonas Folger, den Aaron auch als eines seiner Vorbilder bezeichnet.

Die ADAC Junior Cups sind hart umkämpft: Aaron Schäfer (Nummer 7) dicht gefolgt von der Konkurrenz (Foto: ADAC Motorsport)

Die ADAC Junior Cups sind hart umkämpft: Aaron Schäfer (Nummer 7) dicht gefolgt von der Konkurrenz (Foto: ADAC Motorsport)

Auch wenn es sein Wunsch ist, kann er sich aber nicht darauf verlassen, dass es mal mit einer Profi-Karriere klappt. Deswegen gibt Aaron auch in der Schule Vollgas. Nächstes Jahr steht sein Abschluss an der Gottlieb-Daimler-Realschule in Schorndorf an. „Bis jetzt läuft es recht gut.“ Sport liegt ihm natürlich, Mathe mag er auch gern, nur Englisch geht ihm nicht so leicht über die Lippen. „Sprachen sind weniger mein Ding.“ Dabei würde ihm ein wenig mehr Talent in diesem Punkt sehr gut tun, schließlich ist er auf Strecken in Tschechien und in den Niederlanden unterwegs. Das erste Rennen der laufenden Saison im holländischen Assen hat Aaron sogar gewonnen. Es war sein erster Sieg im ADAC Junior Cup überhaupt. Vielleicht muss er die Frage nach seiner Lieblingsstrecke in Zukunft anders beantworten …

Die Besten im Südwesten: Fünf Nachwuchssportler des ADAC Württemberg haben in dieser Saison den Sprung in die ADAC Stiftung Sport geschafft, zu der aktuell 33 Fahrer aus ganz Deutschland gehören. Eine beachtliche Quote und Grund genug, die jungen württembergischen Talente hier im Blog in loser Folge näher vorzustellen.