Motorsport lebt von rasanten Rennen und erfindet sich immer wieder neu. Man denke nur an die Formel E. Anfangs belächelt, zählt der Wettbewerb für Elektroautos zu den Trendsettern der Branche: Die Anhänger können per Internet, Twitter und App abstimmen, welche drei Fahrer einen zusätzlichen Energieschub während des Rennens bekommen (FanBoost). Eigentlich stellt sich nicht die Frage ob, sondern nur noch wann und wie andere Rennserien auf diesen Zug aufspringen. Natürlich kann niemand die Zukunft voraussagen, aber Experten können doch aufzeigen, wohin die Reise geht. Das war auch das Anliegen des kürzlich durchgeführten Motorsport-Symposiums des ADAC Württemberg.

Wagen wir mal einen Blick in die Zukunft: Elektromobilität ist immer stärker im Kommen. Aber fast alle Rennserien werden weiterhin auf hochgezüchtete Verbrennungsmotoren setzen, mit denen man gar nicht durch die Stadt fahren dürfte, weil sie zu viel Dreck in die Luft pusten. Auch der ADAC würde sich wünschen, dass Entwicklungen im Motorsport auf Serienfahrzeuge übertragbar würden. Selbst im Breitensport sind Umweltschutz und nachhaltige Mobilität größere Themen. Umweltauflagen werden Ortsclubs in Zukunft noch mehr beschäftigen als bisher. Lärmschutz wird ein größeres Thema, weil Städte immer mehr in die Peripherie wachsen, wo Motorsportgelände sind. Obwohl es im ersten Moment paradox klingt, dürfte das Thema autonomes Fahren den Ortsclubs neue Mitglieder bescheren: Schließlich könnte der Motorsport so dereinst die einzige Möglichkeit sein, sein eigenes fahrerisches Können unter Beweis zu stellen. Man darf gespannt sein …