Justin Häußermann (Foto: Christian Lindner)

Justin Häußermann (Foto: Christian Lindner)

Wer:
Justin Häußermann, 17 Jahre alt, ADAC-OC Schwäbisch Hall e.V.

Status:
Auszubildender zum Industriemechaniker (2. Lehrjahr); Rookie TCR Germany

Ziel:
Top 10

 

 

 

 

Derzeit lautet das Motto von Nachwuchspilot Justin Häußermann: Gib Gas – und zwar am Computer. Natürlich geht es nicht um Baller-, sondern um Rennspiele auf der Playstation. Der 17-Jährige aus Forchtenberg, der Mitglied im OC Schwäbisch Hall ist, stellt sich virtuell ein Auto zusammen, das seinem zukünftigen Tourenwagen in der TCR ADAC Germany sehr nahe kommt und düst damit am Bildschirm über jene Rennstrecken, die er 2018 live erleben wird. Aber natürlich fiebert er schon der ersten Fahrt in seinem neuen Golf entgegen. Und die könnte schon bald Wirklichkeit werden, schließlich hat sich sein neues Team, Engstler Motorsport, auch für die TCR-Serie in Abu Dhabi gemeldet, damit sich die vier Piloten dort zwischen Januar und April warm fahren können, ehe die TCR Germany Mitte April in Oschersleben startet. „Dann wird es ernst, und ich muss mein Bestes geben“, sagt Justin, der als Rookie antritt und sich vorgenommen hat, die Wertung für Neulinge gleich zu gewinnen. Gutes Omen: In den beiden zurückliegenden Jahren holte jeweils ein Engstler-Pilot den Rookie-Titel. Auch sonst geht Häußermann ambitioniert an die Sache ran: Als Saisonziel hat er die Top-10 ausgegeben. Der 17-Jährige hat wiederholt bewiesen, was er drauf hat. Im Kart zählte er zu den stärksten Fahrern in Deutschland, gewann 2015 die ADAC Kart Masters. 2017 startete er in der Spezial-Tourenwagen-Trophy in der 2-Liter-Turbo-Klasse, steigerte sich von Wettbewerb zu Wettbewerb und holte im September auf dem Sachsenring einen Doppelsieg.

Justin Häußermann stand schon häufig auf dem Siegertreppchen (Foto: Christian Lindner)

Justin Häußermann stand schon häufig auf dem Siegertreppchen (Foto: Christian Lindner)

Dank seiner Erfolge zählt Justin in der kommenden Saison zum Förderkader der ADAC Stiftung. Er ist damit das sechste Mitglied aus Württemberg. Alle anderen fünf Nachwuchsfahrer konnten ihren Platz in der exquisiten Gruppe verteidigen. Die jungen Leute müssen sich jedes Jahr in einem Test neu beweisen. Neben Erfolgen und Ergebnissen zählt auch die persönliche Entwicklung. Mit Ballerspielen am Computer sammelt man vermutlich keine Pluspunkte. Aber Renntraining auf der Playstation kommt bestimmt gut an.

Die Besten im Südwesten:  Sechs junge Motorsportler des ADAC Württemberg zählen in der Saison 2018 zum Nachwuchskader der ADAC Stiftung Sport, zu der aktuell 34 Fahrer aus ganz Deutschland gehören. Eine beachtliche Quote und Grund genug, die jungen württembergischen Talente hier im Blog in loser Folge näher vorzustellen.