Baden-Württemberg bleibt ein Stauland. Dies zeigt die ADAC Staustatistik für das Jahr 2018. Drei der sieben stauanfälligsten Autobahnabschnitte in Deutschland befinden sich im Südwesten. Hinter Nordrhein-Westfalen und Bayern belegt der Südwesten zudem erneut Platz drei der am höchsten mit Fahrzeug-Stillstand belasteten Bundesländer.

Der ADAC erfasste auf den baden-württembergischen Fernstraßen insgesamt 207.118 Kilometer Stau (2017: 195.001). Spitzenreiter bleibt Nordrhein-Westfalen mit 485.919 Kilometern, vor Bayern mit 275.037 Kilometern. Auf die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg entfallen insgesamt 60 Prozent aller Staukilometer in Deutschland. „Viele Jahre war der Streckenabschnitt der A8 zwischen Karlsruhe und Stuttgart jener mit dem meisten Stillstand im Land“, sagt Volker Zahn, Abteilungsleiter Verkehr und Umwelt beim ADAC Württemberg, „nunmehr ist es allerdings die A6 zwischen Heilbronn und Mannheim.“ Bundesweit gesehen stand der Verkehr lediglich auf der A3 bei Passau (hauptsächlich wegen Grenzkontrollen) häufiger still. Platz vier im bundesweiten Stauranking belegt der A8-Abschnitt zwischen Karlsruhe und Stuttgart, der A5-Abschnitt zwischen Heidelberg und Karlsruhe liegt auf Platz sieben. Diese Statistik ergibt sich aus den Staukilometern pro Kilometer Autobahn.

In der Hitliste des stauträchtigsten Wochentags hat der Mittwoch den Donnerstag überholt. (Grafik: ADAC e.V.)

In der Hitliste des stauträchtigsten Wochentags hat der Mittwoch den Donnerstag überholt. (Grafik: ADAC e.V.)

„In der Hauptferienzeit Juli und August gab es einen Rückgang im Staugeschehen“, berichtet Zahn. Der rückläufige Trend setzte sich somit fort. Am meisten Staus auf den Autobahnen gab es demnach im Juni, Oktober und November. Als staureichster Wochentag hat der Mittwoch den Donnerstag überholt. „Wesentliche Stau-Ursachen sind Baustellen und Engpässe“, erklärt Volker Zahn, „zahlreiche Autobahnstrecken werden saniert oder erneuert.“ Weiterhin bestehe großer Handlungsbedarf, die Straßeninfrastruktur und die Brücken instand zu halten und vorhandene Engpässe im Autobahnnetz zu beseitigen.