Mike Halder beim ADAC TCR Germany 2017 (Foto: Gruppe C Photography)

Mike Halder beim ADAC TCR Germany 2017
(Foto: Gruppe C Photography)

Wer:
Mike Halder, 21 Jahre alt, Automobilclub Tuttlingen e.V. im ADAC

Status:
KFZ-Mechatroniker, ADAC TCR Germany (Tourenwagen), 2. Saison, aktuelle Platzierung: 2

Ziel:
Top 3

Saison-Höhepunkte:
Sachsenring (15.9. – 17.9.) und Hockenheim (22.9. – 24.9.)

Dreißig Kilo Zusatzgewicht bekommt Mike Halder am kommenden Rennwochenende auf dem Sachsenring aufgebrummt. Dazu werden schwere Eisenplatten unter dem Beifahrersitz angebracht. „Wer damit fahren muss, weiß, dass er beim letzten Mal alles richtig gemacht hat“, sagt der 21-Jährige, der auf dem Nürburgring punktbester Fahrer war und deshalb das Handicap erhält. Das Zusatzgewicht behindert nicht nur beim Beschleunigen, sondern verleiht dem Fahrzeug auch andere Fliehkräfte. „Man muss das Auto durch die Kurven führen.“ Auch sonst sollte Halder auf der Hut sein. „Die Bremsen werden wärmer, die Reifen heizen sich mehr auf.“ Die Teilnehmer der ADAC TCR Germany absolvieren mit ihren seriennahen, preisgünstigen Tourenwagen an jedem Rennwochenende zwei Sprintrennen. Daneben fließt auch das Qualifying in die Wertung ein. Auch die anderen beiden Top-3-Fahrer des letzten Wettkampfs müssen beim nächsten Mal mit Eisenplatten starten. „So will man die Meisterschaft interessanter machen.“

ADAC GT Masters, 9. + 10. Lauf auf dem Nürburgring 2017 (Foto: Gruppe C Photography)

ADAC GT Masters, 9. + 10. Lauf auf dem Nürburgring 2017 (Foto: Gruppe C Photography)

Deswegen startet das Fahrerfeld beim zweiten Rennen jeweils auch in umgekehrter Qualifying-Aufstellung. Vor den beiden letzten Wettkampf-Wochenenden, die unmittelbar bevorstehen, liegt Halder auf Rang zwei im Gesamt-Klassement. Er hat sich vorgenommen unter die Top 3 zu kommen. „Der Rückstand auf Platz eins ist groß. Aber vielleicht geht noch was.“ 77 Punkte Vorsprung hat Titelverteidiger Josh Files aus Großbritannien bei vier noch ausstehenden Rennen. Logischerweise ist Halder mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden, obwohl er am Auftaktwochenende im April in Oschersleben Pech hatte, als er im zweiten Rennen abgeschossen wurde und ausschied. Auch in Zandvoort lief es nicht ganz rund, weil sein Team bei der Reifenwahl danebengriff und es obendrein noch eine Zeitstrafe gab. „Aber mit Platz zwei bis jetzt bin ich sehr zufrieden. Es hätte fast nicht besser laufen können.“

Die Besten im Südwesten: Fünf Nachwuchssportler des ADAC Württemberg haben in dieser Saison den Sprung in die ADAC Stiftung Sport geschafft, zu der aktuell 33 Fahrer aus ganz Deutschland gehören. Eine beachtliche Quote und Grund genug, die jungen württembergischen Talente hier im Blog in loser Folge näher vorzustellen.