Der Gesundheitsschutz hat für den ADAC Württemberg hohe Priorität. Deshalb unterstützt der Club die Pläne der baden-württembergischen Landesregierung für eine verbesserte Luftqualität in Stuttgart. Die Verkehrsexperten des ADAC Württemberg haben sich in den vergangenen Wochen intensiv mit der dritten Fortschreibung des Luftreinhalteplans für Stuttgart beschäftigt. Ergebnis: Die geplanten Maßnahmen sind für den ADAC Württemberg fachlich nachvollziehbar und notwendig, allerdings müssen seitens der Politik und der Kommune noch einige Hausaufgaben gemacht werden.

 

Bundesweit bekannt: Die Schadstoffmessanlage
„Am Neckartor“ in Stuttgart. (Foto: ADAC Württemberg)

Der ADAC Württemberg hat dieser Tage seine Stellungnahme zu den Luftreinhalteplänen  beim Regierungspräsidium eingereicht. Kernpunkt: Der Straßenverkehr kann und muss seinen Beitrag für sauberere Luft in Stuttgart leisten. „Allerdings dürfen Fahrverbote jeglicher Art die Mobilität der Menschen nicht einschränken“, sagt Volker Zahn, Abteilungsleiter Verkehr und Umwelt beim ADAC Württemberg.

So sieht der Club noch enormen Handlungsbedarf bei Stadt und Land, alternative Verkehrsmittel leistungsfähiger und attraktiver zu gestalten. Zentrale Punkte im Positionspapier sind dabei der Ausbau des Schienennetzes sowie des Angebots im öffentlichen Personennahverkehr. „Die Verkehrsträger müssen noch besser vernetzt und mehr Umsteigemöglichkeiten geschaffen werden“, betont Volker Zahn. Ob Park and Ride (P&R), Parken und Mitfahren (P&M), Bike and Ride (B&R), Car- und Bikesharing oder mehr Stellplätze für Fahrräder und Pedelecs – der Ausbaubedarf ist groß, um dem Ziel (spürbare Schadstoffreduktion) näher zu kommen. Allerdings sollten die Planer auch einen bedarfsgerechten Ausbau der Straßeninfrastruktur zur Entlastung des Stadtgebiets nicht vergessen. Um das Fahren von E-Fahrzeugen noch attraktiver zu machen, ist unter anderem der Ausbau des E-Ladesäulennetzes vonnöten.

Mehr Infos zum Thema Fahrverbote: www.adac.de/wuerttemberg