Vom Kartfahrer ins TCR-Cockpit: Max Hesse (Foto: Alexander Trienitz)

Vom Kartfahrer ins TCR-Cockpit: Max Hesse
(Foto: Alexander Trienitz)

Wer:
Max Hesse, 16 Jahre alt

Status:
Rookie (ADAC TCR Germany/Tourenwagen-Serie), Schüler (kaufmännische Wirtschaftsschule)

Ziel:
2018 volle Saison in der TCR fahren und etablieren

 

 

 

 

 

Ganz schnell hoch hinaus
Gestern 120, heute 240. Der 16. Geburtstag hat Max Hesse in neue Dimensionen katapultiert. Der Wernauer galt als einer der talentiertesten Kartfahrer, kaum hatte er das Mindestalter erreicht, stieg er auf die ADAC TCR Germany um. Somit hat sich seine persönliche Höchstgeschwindigkeit verdoppelt. Konnte er mit dem Kart schon 120 Sachen machen, so waren mit dem Audi RS 3 LMS satte 240 Stundenkilometer möglich. Was er drauf hat, durfte Max an den beiden letzten Renn-Wochenenden der Serie zeigen, die als eine der härtesten Tourenwagen-Veranstaltungen der Welt gilt. „Der Einstieg auf dem Sachsenring lief sehr gut“, sagt der 16-Jährige. Er konnte den Anschluss ans Mittelfeld halten, obwohl er einmal sogar ins Kiesbett geschoben wurde und mit krummer Lenkung zu Ende fahren musste. Beim Finale auf dem Hockenheimring hatte Max im zweiten Rennen Motorprobleme, kam aber dennoch vor vielen Konkurrenten ins Ziel.

Max Hesse in seinem ersten TCR-Cockpit (Foto: Alexander Trienitz)

Max Hesse in seinem ersten TCR-Cockpit (Foto: Alexander Trienitz)

Bei all dem muss man bedenken, dass der Wernauer der mit Abstand jüngste Fahrer war. Seine Konkurrenten brachten zum Teil 20 Jahre Erfahrung im Rennauto mit. Und: Max hat ja noch nicht einmal einen Führerschein, saß zum ersten Mal in seinem Leben in einem Auto mit Lenkrad. „Es war ein riesiger Unterschied vom Kart zur TCR. Das Fahrzeug ist viel größer, die Leistung ganz anders, die Abstände zu den anderen größer.“ Er konnte sich auf den Sprung ins kalte Wasser zumindest mental vorbereiten, schließlich lautete das Saisonziel für 2017: so schnell wie möglich einen Platz in einem TCR-Cockpit ergattern. Geschafft. Jetzt geht es darum, mit Sponsoren und Mannschaften zu verhandeln, um sich auch für 2018 einen Platz zu sichern. Den einen oder anderen Teamchef hat Max schon kennengelernt. Und sein Talent hat sich in der Szene rumgesprochen…

Die Besten im Südwesten: Fünf Nachwuchssportler des ADAC Württemberg haben in dieser Saison den Sprung in die ADAC Stiftung Sport geschafft, zu der aktuell 33 Fahrer aus ganz Deutschland gehören. Eine beachtliche Quote und Grund genug, die jungen württembergischen Talente hier im Blog in loser Folge näher vorzustellen.